Meine Gründe für die Mitgliedschaft in einem starken Fachverband:
Warum ich Mitglied beim Verband Neurodiversität bin:
Vielfalt ist für mich die neue Normalität – nicht die Ausnahme, die es zu erklären gilt. Der Verband Neurodiversität setzt sich im deutschsprachigen Raum für Vernetzung, Aufklärung und Inklusion neurodivergenter Menschen ein. Mit meiner Mitgliedschaft bekenne ich mich zu einer wertschätzenden, ressourcenorientierten und inklusiven Haltung gegenüber neurodivergenten Menschen.
Commitment: Neurodiversität bedeutet für mich, Menschen nicht an einer gesellschaftlichen Norm zu messen, sondern ihre individuellen Denk-, Wahrnehmungs- und Lernweisen als Teil menschlicher Vielfalt anzuerkennen. Diese Haltung prägt mein berufliches Selbstverständnis als Coach und Betrieblicher Mentor.
Zürich, November 2023, Martin Rohner
Warum mir Neurodiversität als Coach wichtig ist:
Persönliche Prägung: Ich bin mit Menschen mit einer Beeinträchtigung aufgewachsen. Schon früh kam ich dadurch mit Menschen in Kontakt, die anders wahrnehmen, denken und kommunizieren, als es die gesellschaftliche Norm erwartet. Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf Menschen nachhaltig geprägt und mich gelehrt, Unterschiede nicht als Defizit, sondern als Ausdruck menschlicher Vielfalt zu verstehen.
Relevanz im Coaching: Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 40 % der Menschen Merkmale einer Form von Neurodivergenz aufweisen – beispielsweise ADHS, Autismus, Legasthenie oder Hochsensibilität. Das betrifft nicht «die anderen», sondern auch viele Menschen, die ich als Coach und Betrieblicher Mentor begleite.
Konsequenz für meine Arbeit: Ich arbeite nicht mit einem Standardbild von «funktionierend». Wenn Menschen anders priorisieren, sich anders konzentrieren oder anders kommunizieren, ist das für mich kein Defizit, das korrigiert werden muss, sondern der Ausgangspunkt einer wirksamen Begleitung.
Neurodiversität im betrieblichen Kontext: Gerade im Arbeitsumfeld erlebe ich, wie viel Potenzial verloren geht, wenn neurodivergente Mitarbeitende sich ständig anpassen müssen, anstatt ihre Stärken einzubringen. Mein Mentoring verfolgt deshalb das Ziel, eine gute Passung zwischen Mensch und Umfeld zu fördern – nicht den Menschen an ein bestehendes System anzupassen.
Mein professionelles Verständnis: Ich bin kein Spezialist für Neurodiversität und verweise bei spezifischen Fragestellungen oder diagnostischen Themen an qualifizierte Fachpersonen und Fachstellen. Was ich in meine Arbeit einbringe, ist eine wertschätzende Grundhaltung und die Überzeugung, dass unterschiedliche Denk-, Lern- und Wahrnehmungsweisen selbstverständlicher Teil menschlicher Vielfalt sind.
Link zum Verband Neurodiversität: https://neurodivers-dach.org/